Trübsal und Freude unter einem Dach

 Ein Unentschieden und eine Niederlage bilanziert der SC Springer am 7. Spieltag der Schachverbandsrunden.

Bei dem Vergleichskampf in der Bezirksklasse begaben sich die Akteure des kurstädter Spitzenteams zu dem nachrangigen Tabellennachbar. Doch für die Bad Königer Denksportler ist Groß-Umstadt offensichtlich keine gute Adresse, denn die Negativbilanz ließ sich auch diesmal nicht umkehren. Zu ihrem Leidwesen mussten sie ihren Routinier Bruno Sauer entbehren und beim 3 : 5 eine bittere Pille  schlucken.

Bei dem Auftaktergebnis gab es zunächst keinen Sieger, nachdem Vitali Seifert an Brett 3 den Punkt mit Strobl teilte. Im Anschluß erwischte es die Gäste an breiter Front durch Niederlagen an den schwarz bespielten Brettern 2, 6 und 4 zu gehörigem Rückstand. Klasse Partie von Daniel Anton (5), der gegen den spielstärkeren Raupach initiativ Angriffsspiel aufzog. Aus einer Doppeldrohung luchste er seinem Kontrahent die Qualität ab und erhöhte in der Folge den Druck. In dieser Drangphase mobilisierte der Groß-Umstädter sein Figurenheer und entwickelte gefährliches Gegenspiel, sodaß sich der Springerakteur auf Zugwiederholung einlassen musste die das Remis besiegelte. Bei seinem Vormarsch hatte David Bischoff (8) mit nicht zu vertreibendem Springer schon einen Fuß in der Tür. Auf wundem Punkt den Nerv getroffen reagierte Kirchmann mit Einschlag zum Qualitätsverlust. Während der weiteren Abhandlung baute der Clubspieler durch Fesselung den Materialvorteil aus. Indem er den Umwandlungsversuch seines Gegenübers entschärfte stand dem Partiegewinn nichts mehr entgegen. Beim zwischenzeitlichen 2 : 4  kassierten die Kurstädter noch eine Niederlage an Brett 7 zum entscheidenden 2 : 5.

Das Gefecht am Spitzenbrett zwischen Andreas Kasjan und Tierling verlief lange ausgeglichen bis sich der Bad Königer positionieren konnte. Von einem Grundlinienschach überrascht spitzte sich dessen Lage aber zu. Die Mattdrohung im Folgezug abzuwenden bedurfte es für ihn den Turm zu geben. Mit dem so gewonnen Tempo drehte der Springerakteur auf und gelangte einer Schachgebotsserie inklusive  Bauerngewinn zur Rückeroberung der Schwerfigur. Des erzwungenen Damentauschs setzte er sich zum Sieg und dem 3 : 5 Endstand durch.

Mit Blick auf die Tabelle bedeutet das Rückfall auf Platz 7.

Die zweite Springervertretung in Kreisklasse B hatte vor dem finalen Spieltag schon mit dem Abstiegsgespenst Tuchfühlung, doch mit dem last minute 3,5 : 3,5 beim Tabellenletzten Gernsheim 7 konnten sich die Bad Königer der Sorgen entledigen.

In Unterzahl vorerst in Rückstand geraten sorgte Willi Pfeiffer (5) nach Damengewinn für den Ausgleich. Im Gegenzug legten die Gastgeber an Brett 6 wiederum vor. Helmut Seeger (3) erspielte Qualitätsvorteil und schloß siegreich ab. Bei seinem Debüt im zweiten Team überspielte Benedikt Brunner seinen Gegner und steuerte den dritten Zähler bei. Anschließend zogen die Gernsheimer am Spitzenbrett zum 3 : 3 gleich. Nach ausgeglichenem Spiel teilte Wilfried Newrly (2) mit seiner Gegnerin den Punkt zum Endstand.

Den Klassenerhalt gesichert belegt Bad König in der Abschlusstabelle den 6. Platz.