Ohne Fortune 

 

Dämpfer für die Akteure des SC Springer am 2. Spieltag der Schach Verbandswettkämpfe.

Der Bad Königer Bezirksligist hatte mit 3,5 : 4,5 knapp das Nachsehen gegen ein stark spielendes Breuberger Team und die zweite Springervertretung unterlag 3 : 4 gegen Reinheim/Groß-Bieberau.

Zum Derby empfingen die Kurstädter Breuberg 2 und verwerteten die Unterzahl der Gäste zur kampflosen 1 : 0 Führung durch Bruno Sauer an Brett 2. Der Vorsprung hielt mit dem ersten Spielergebnis, nachdem Bernd Heusel (7) mit Laval den Brettpunkt teilte. Dem voraus ging ein Gefecht auf Augenhöhe und nach Abtausch der Schwerfiguren war das Spielfeld bereinigt und führte bei Materialgleichheit zum Remis. Anschließend glich Breuberg durch eine Niederlage der Gastgeber an Brett 3 aus und erhöhten in der Folge an den Brettern 8, 5 und 6 den Spielstand. Durch das spielentscheidende 4,5 : 1,5 war der Zug abgefahren, aber jetzt bliesen die Bad Königer zum Sturmlauf. Jürgen Schwabe agierte mit Anzugsvorteil, wie auch Kuzera im Angriffsmodus dagegen hielt. Mit eingestreutem Bauernvorstoß erhöhte der Springerakteur das Gefahrenpotenzial und eroberte während der Fortsetzung eine Figur. Mit den Schwerfiguren belagerten sich die Kontrahenten und banden sich durch Fesselungen. Dabei war die Dame des Kurstädters beweglicher der in den Stellungsschwächen seines Gegenübers auf Beutefang ging. Letzten Endes zwang er mit materieller Überlegenheit seinen Rivalen zur Aufgabe. Turbulent ging es am Spitzenbrett zwischen Andreas Kasjan und Schneider zu. Der Breuberger machte gehörig Dampf, aber der Bad Königer Routinier gestaltete sein Spiel kontrolliert. Im Doppelturmendspiel den Läuferverlust in Kauf genommen, hätte für den Gästespieler in der weiteren Abhandlung im schlimmsten Falle Matt und im günstigsten Falle Turmverlust bedeutet. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt drängte Schneider stattdessen zur Umwandlung. Unterdessen forcierte Kasjan den Angriff über die zweite Reihe und nun weichte die gegnerische Stellung auf. Den Partieverlust vor Augen gab sich der Breuberger Spieler zum Endstand geschlagen.

Mit ausgeglichenen Mannschaftspunkten belegt Bad König den geteilten 4. Platz in der noch jungen Spielzeit.

In Kreisklasse B blieb Bad König 2 im Vergleichskampf mit Reinheim/Groß-Bieberau mit 3 : 4 auf der Strecke. 

Auch hier konnten die gastgebenden Kurstädter einer kampflosen Führung kein entscheidendes Kapital ziehen. An Brett 4 kamen die Reinheimer postwendend zum Ausgleich. Im Gegenzug legten die Hausherren durch Helmut Seeger (2) wiederum vor. Der versierte Gambitspieler beschäftigte seinen Widerpart und hielt ihn so auf Distanz. Im weiteren Partieverlauf baute der Kurstädter den Materialvorteil aus und wickelte mit 3 Mehrbauern ins Damenendspiel ab. Einer Vielzahl von Zügen versuchte sich Emig durch Dauerschach zum Remis zu retten, das allerdings misslang. Danach hagelte es für die Heimmannschaft an den Brettern 3 und 7 Niederlagen zum 2 : 3. Valerie Felde (5) brachte sein Team wieder in die Punkteränge, indem er dem auf Abwege geratenen Turm Misars die Fluchtwege abriegelte und auf Kosten eines Bauers vereinnahmte und zum 3 : 3 abschloß. Die Begegnung am Spitzenbrett entschieden die Reinheimer für sich zum 4 : 3 Endstand.   

       

In Kreisklasse E trennte sich Bad König 3 von Weiterstadt 4 mit 2 : 2. Niklas Kopf (2) und Malik Nickel (3) sorgten mit Gewinnpartien für die Punkte.