Am vorletzten Spieltag der Schachverbandsrunden auf Bezirksebene stand für den Bezirksligist des SC Springer das Match gegen den Spitzenreiter TEC Darmstadt 1 auf dem Plan. Dabei handelte es sich jedenfalls nicht um ein Spitzenspiel, denn auf den Platzierungen basierend lagen die Welten der beiden  Mannschaften weit auseinander. Sich am Böllenfalltor in die Höhle des Löwen begebend kam der Tabellensiebte nicht mit heiler Haut davon. Deutlich mit 2 : 6 quittierten die Bad Königer Denksportler die Begegnung.

Mit dem ersten Spielergebnis hielten sich die Kurstädter noch schadlos. Am Spitzenbrett lieferte sich Bruno Sauer mit Metz eine spannende Partie die sich aus der Eröffnung und mit gegensätzlicher Rochade fortsetzte. Irgendwann verstummte allerdings das Säbelrasseln und bevor es zum großen Zapfenstreich kam besiegelten die Kontrahenten und ehemaligen Vereinskameraden das gegenseitige Kräftemessen mit einvernehmlichem Remis. Im Anschluß tauchten die Kurstädter mit Niederlagen an  Brett 3 und 6 ab.  Horst Truetsch (7), ein sturmerprobter Kempe hielt sich wacker gegen Vötter, obgleich er anfänglich unter Druck und Stellungsschieflage geriet. Die Situation zu entschärfen gab er einen Springer für zwei Bauern und gelangte mit Gegenangriff zur Rückgewinnung. Allerdings wurde er von einem Scheinopfer überrascht wonach sich das Brettgeschehen relativierte. Nach wechselhaftem Verlauf und kombinatorischen Feinheiten fiel in ausgeglichenen Verhältnissen der Vorhang zum Remis. Nach dem 1 : 3 Zwischenstand bauten die Hausherren mit Gewinnpartien an den Brettern 5 und 2 die Führung aus. Letztlich sorgte der junge Bad Königer Benedikt Brunner noch für eine Resultatverbesserung. Unter Verzicht der Rochade rückte er am Königsflügel vor und streute unterstützend ein Figuropfer ein. Der späteren Rückgewinnung und im Verbund der Schwerfiguren knickte Barthel in der Verteidigung ein. In den Stellungswirren gab es für den Darmstädter kein Entfliehen, doch vor dem Finalschlag besiegelte dessen Zeitüberschreitung den Endstand.

    Über die Tristesse der 2 : 6 Niederlage hinaus überwiegt für die Bad Königer zum Trost die Gewißheit den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu haben.