Dreimal Null ist null

Am 7. Spieltag der Schachverbandsrunden kam es für den SC Springer zum Crash, wobei die drei Mannschaften des Clubs sprichwörtlich unter die Räder gerieten. Durch das 3 : 5 gegen Griesheim 3 stieg der Bezirksligist um einen Tabellenplatz  und Bad Königs Zweite beim 3 : 4 gegen Rödermark/Eppertshausen 3 ganz und gar ab. Ohne Auswirkung blieb die 1 : 3 Niederlage der Bad Königer Jugendtruppe in Kreisklasse E gegen Schafo Darmstadt 9.

In der Bezirksklasse empfing das Spitzenteam des Clubs Griesheim 3, jene Riege die in der gegenwärtigen Saison den ambitionierten Aufstiegskandidat TEC Darmstadt mit 5 : 3 abfertigte. Das Frühwarnsystem schlug an, als die Kurstädter an den Brettern 7 und 1 einem 0 : 2 Rückstand hinterherliefen. Im Anschluß gaben die Bad Königer durch Horst Truetsch (8) ein Lebenszeichen von sich, der mit aggressivem Angriffsspiel Hauck unter Druck setzte. Über jeweils freigelegten Königsflügel rollte die Lawine auf den Griesheimer zu. In beidseitigem Damen- Turmendspiel ein erwartetes wie unangenehmes Grundlinienschach verhindert kam der Verteidigende nicht mehr aus der Klemme. Mit elegantem Zwischenzug zur Doppeldrohung gegen Dame und König stellte der Kurstädter seinen Rivalen vor die Wahl eines einzügigen Matts oder Damenverlust, was gleichermaßen die Partieaufgabe nach sich zog. Durch Reiner Messer (6) kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Für den Angriff investierte der Clubakteur ein Figuropfer bevor Steinmetz die Läuferdiagonale blockieren konnte. In der weiteren Abhandlung schickte er den gegnerischen König über die siebte Reihe auf die Wanderschaft. Noch ehe sein Widerpart eine Schlüsselfigur ausschalten konnte drehte der Kurstädter mit einer Schachgebotsserie auf. Dessen Qualitätsopfer war schließlich entscheidend wonach das Matt auf dem Fuß folgte. Eine Bad Königer Niederlage an Brett 4 brachte die Gäste wiederum in Front. Inzwischen spitzte sich die Lage für Bruno Sauer (2) und Spitzl in beidseitiger Zeitnot zu, dennoch behielt der Kurstädter die Übersicht. In jeweiligem Damen- Turmendspiel war das Grundlinienschach des Kurstädters mehr als ein probates Mittel um die erforderliche Zügeanzahl zu bewältigen, denn danach ging die Post erst richtig ab. Auf die siebte Reihe ausweichend parierte sein Kontrahent das Diagonalschach, indem er die Dame arglos dazwischen stellte. Mit Schachgebot von hinterrücks düpierte der Angreifer seinen Gegner zum Damengewinn – 3 : 3. Mit dem nächsten Spielergebnis legte Griesheim an Brett 3 erneut vor. Einer Unachtsamkeit des kurstädter Akteurs mit Qualitätsvorteil wendete sich das Blatt an Brett 5 das den 3 : 5 Endstand besiegelte.                          

Am letzten Spieltag in Kreisklasse B hing das Damoklesschwert bedrohlich über dem       zweiten Springerteam. Für die Abstiegsgefährdeten erfüllte sich der Traum von einem hohen last minute Sieg über den Kellernachbar Rödermark / Eppertshausen 3 nicht. Drei von vier möglichen Brettpunkten waren zu wenig.

    Die kampflose Führung durch Maurice Kopf an 3 baute Willi Pfeiffer (7) aus. Nach   Damengewinn hatte dieser keine Mühe den Sieg einzufahren. Mit dem nächsten Spielergebnis verkürzten die Gäste an Brett 6. Keinen Gewinner gab es bei dem Match am 5. Brett, an dem Valerie Felde mit seinem Herausforderer den Punkt teilte. Anschließend mußten die Kurstädter an Brett 4 das 2,5 : 2,5 hinnehmen, ehe Helmut Seeger durch Remis den Spielstand auf 3 : 3 erhöhte. Zu guter Letzt setzte sich die Gastmannschaft am Spitzenbrett zum Endstand durch.

Beim 1 : 3 in Kreisklasse E gegen Schafo Darmstadt 9 erzielte Janik Crawack am        Spitzenbrett den Ehrentreffer.