Manege frei


 Ohne Netz und doppelten Boden betraten die Akteure des Schachclub Springer die Bühne der neuen Spielzeit und erlebten nach dem ersten Akt mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen eine unsanfte Landung. 

Die zurück gestufte zweite Springervertretung trennte sich von Langen 5 3,5 : 3,5 unentschieden, während das Spitzenteam des Clubs gegen den Absteiger aus der Starkenburgliga Ober Ramstadt 1 mit 3,5 : 4,5 knapp unterlag. Die für den Spielbetrieb neu aufgebotenen Kinder und Jugendlichen hatten bei ihrem Mannschaftsdebüt gegen Langen 7 mit 1 : 3 das Nachsehen. 

Zum Saisonauftakt empfing der Bad Königer Bezirksligist die in Stammbesetzung angetretenen Ober Ramstädter. Mit dem ersten Spielergebnis legten die Hausherren durch David Bischoff (8) vor. Mit ordentlichem Spiel kam der Bad Königer durch Bauervorstoß und Doppeldrohung zum Figurgewinn. Im Zuge der Rückgewinnungsabsicht lebte das Partiegeschehen der Turbulenzen um Reuter auf, denn der Clubakteur jagte dessen Dame. Wenig später war der Damenfang geglückt, sodaß der Partiegewinn besiegelt war. An Brett 7 traf Rudolf Schmidt auf den ehemaligen Vereinskamerad Dr. Basel, wobei sich der Auseinandersetzung kein Freundschaftsspiel ableiten ließ. Dem jeweiligen Bemühen sich zu behaupten entbehrte der Partieverlauf die Erfolgsmeldung, sodaß am Schluß die Punktteilung zu Buche stand. Aus vorsichtigem Abtasten entwickelte sich zwischen Daniel Anton (6) und Fuchs ein Nichtangriffspakt der relativ früh zum Remisschluß führte. An Brett 4 glichen die Gäste zum 2 : 2 aus. Bruno Sauer an Brett 2 kam seiner von der Theorie abweichenden Eröffnungsvariante etwas außer Tritt zu Lasten der Bedenkzeit. Unter dieser Gegebenheit wies Hartmann dessen Remisangebot ab was den Kurstädter zur Eile antrieb. Mit Entwicklungszügen machte dieser wiederum Minuten gut und klopfte Mittels Gegenspiel an. Diese überraschende Wendung zeigte Wirkung die seinem Pendant selbst einen Remisvorschlag entlockte und die Streiter somit den Punkt teilten. Danach zog Ober Ramstadt einer Bad Königer Verlustpartie an Brett 5 in Front. Schnörkellos agierend kombinierte sich Andreas Kasjan durch und ging aus einer Abtauschhandlung mit Qualitätsgewinn hervor. Einer eigenen Gefahrensituation gab er die Qualität zurück und blieb mit 2 Mehrbauern überlegen. Nach erzwungenem Damentausch war das Match faktisch und kurz darauf durch Aufgabe seines Kontrahenten entschieden 3,5 : 3,5. Den Schlußpunkt setzte das Gästeteam durch Gewinnpartie der verbliebenen Brettpaarung zum 3,5 : 4,5 Endstand.

 

Wieder in Kreisklasse B zuhause empfing Bad König 2 die Spielerabordnung von Langen 7. Erster Eintrag auf dem Spielbericht war die Punktteilung zwischen Helmut Seeger und Michalzik an Brett 2.  Daran schloß sich eine kurstädter Niederlage an Brett 6 an, bevor Valerie Felde (4) den Ausgleich herstellte. Mit aktivem Spiel hob er die Marschrichtung hervor. Aus einer Schachgebotsserie nebst Damenfesselung sicherte er den Partiegewinn. Die Partie zwischen Wilfried Newrly (3) und Schilling war weitgehend ausgeglichen geprägt ehe der Bad Königer auf der gegnerischen Brettseite für Unruhe sorgte. Indem der Langener einen Turm einstellte war dessen Niederlage zur Führung der Gastgeber nicht mehr abzuwenden. Hein Petersen (7) überspielte seinen Rivalen und baute die Führung auf 3,5 : 1,5 aus. Aus den beiden restpartien konnten die Hausherren jedoch kein Kapital mehr erzielen, wodurch Langen zum 3,5 : 3,5 Endstand aufschloß.

Den Ehrentreffer in der E-Klasse erzielte Benedikt Brunner.